Auslegung zur Monatslosung von Fritz Kreutzke:

Monatslosung Juli 2019:

Ich musste mich in meinem Leben ganz schön umstellen(lassen). Mein Verhalten war der übliche Umgang mit anderen Menschen. Auch Menschen die ich gut kenne, entsprechen diesem Vers nicht. Was meine ich? Haben wir doch, wenn wir angesprochen werden, immer gleich eine „gute“ Antwort parat. Gehen wir dabei auf die Anliegen des Anderen ein? Heute habe ich gelernt: So geht das nicht! Der Vers aus Jakobus will uns von einem derartigen Verhalten wegführen. Ich sehe hier drei Abschnitte, in denen er uns helfen will.

Da wäre der erste Abschnitt; Schnell zum Hören! Es geht um das Zuhören. Dafür brauchen wir Zeit. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Mit allen Verwandten, Bekannten und Vielen mehr sind wir vernetzt. „Einer klingelt immer“. Ich hörte einen Vater erzählen, wie ihn sein Junge aufmerksam machte, wie wichtig es ist zuzuhören. Der Junge kam von der Schule und wollte ihm Wichtiges sagen. Der Vater hatte aber gar kein „Ohr“ für seinen Jungen. Er führte ein belangloses „Plaudergespräch“. Der Junge bat ihn doch mal das Smartphone aus der Hand zu legen und ihm ein ganz klein wenig Zeit zu widmen. Der Vater „wachte auf“. Wie befolgen wir den Aufruf des Jakobus? Sind wir schnell zum Hören? Ja, dazu brauchen wir Zeit. Ist unser Tun immer so wichtig, dass wir diese Zeit nicht haben? Nimm sie dir! Du darfst erleben (manchmal auch erst später) welcher Segen darin ruht.

Wir lesen den zweiten Abschnitt: Langsam zum Reden! Im Anfang der Betrachtung habe ich davon schon etwas erwähnt. Lass doch bitte dein Gegenüber ausreden ehe du antwortest. Vielleicht rumort es schon in uns, die Antwort möchte raus. Wir möchten schnell unsere Meinung äußern. Dabei wollte unser Gesprächspartner noch viel mehr loswerden. Manches, was unsere evtl. schon zuvor geäußerte Meinung gar nicht mehr angebracht sein lässt. Es bleibt die Frage und eine Erkenntnis. Wieviel Zeit widmet Gott dir? Ist dir das bewusst?
Bitte, habe du auch Zeit für Andere!

Nun haben wir auch den dritten Abschnitt zu betrachten: Langsam zum Zorn! Ich habe gelernt über das, was mich ärgert, die Hände zu falten und Jesus die Sache zu übergeben. Ich darf Ihn bitten alles zu regeln. Dabei kann es auch möglich sein, dass er mich ermahnen muss. Die Angelegenheit wurde von mir falsch gesehen. Wie gut, dass ich nicht ausgesprochen habe, was ich dachte. Ich bitte Jesus auch, mich zu beruhigen und mich davor zu behüten jemand (auch unausgesprochen) zu beschuldigen und zu verurteilen. Das steht uns, die wir absolut nicht ohne Schuld sind, nicht zu. Handeln wir so und vertrauen wir uns unserem Herrn Jesus wirklich an, ich darf euch sagen: Es macht uns im Herzen ganz ruhig und wir dürfen inneren und äußeren Frieden haben.

Gott segne uns und behüte uns. Er führe uns durch unsere Zeit.

 

Für die Auslegung verantwortlich:

Fritz Kreutzke, Ettenbeuren