Juni 2018

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.

Hebräer 13,2

Auslegung zur Monatslosung von Fritz Kreutzke:

Monatslosung Juni 2018:

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.

Hebräer 13,2

Da könnte man doch denken: Ich muss gastfrei sein.

Ob uns bei dieser Einstellung die Freude über einen Besuch in`s Gesicht geschrieben steht? Ich denke nicht. Wenn wir so denken, bringen wir uns um ein wunderbares Geschenk, um die Freude des gemeinsamen Erlebens. Der Austausch der Gedanken, der Gefühle und der Erlebnisse bringt Verbundenheit. Findet man sich dann noch zusammen im Gebet, dürfen wir Gottes Nähe spüren.

Ich habe in einer Bibelübersetzung das Wort: „ Seid gastfrei untereinander“ gelesen. Ich dachte „untereinander“ ist ja wunderbar. Wir kennen uns und mögen uns, gut. Ist diese, meine, Sicht aber nicht wie eine Mauer? Sind da nicht unbekannte Leute ausgeschlossen?

Ich fand in einer anderen Übersetzung; „ Seid gastfrei den Fremden“. Wie weit geht da unsere Gastfreundschaft? Sind wir uns bewusst, dass uns hier die Gelegenheit zu einem Zeugnis von unserem Herrn gegeben wird? Ich dachte an das Wort: Wer mich bekennen wird vor den Menschen, den werde ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. (MT 10,32)

Ist unser Herz erfüllt von der Liebe Gottes? Er möchte uns auch in sein Reich hineinnehmen, so wie wir sind. Wollen wir dem Besuch der vor der Tür steht sagen: Aber jetzt kommst du gerade ganz ungelegen. Komm doch morgen, da habe ich Zeit. Weißt du wie traurig der Besucher weggeht?

Mir fällt dabei die Geschichte in Lukas 10, 38 bis 42 ein. Martha hatte sich viel für die Bewirtung des Gastes (Jesus) vorgenommen. Hatte in ihrer Hauswirtschaft also gar keine Zeit für das persönliche Gespräch mit dem Gast. Sie konnte gar nicht auf seine Anliegen eingehen. Der Gast muss ihr sagen: Du, Martha, nimm dir Zeit für deinen Besuch, die Arbeit läuft dir nicht weg und es geht auch mal ohne Kaffee und Plätzchen. Zuhören und aufeinander eingehen ist viel wichtiger. Können wir hieraus etwas lernen.

Seien Sie alle herzlich gegrüßt und der Liebe Gottes empfohlen.

Ihr Fritz Kreutzke