Auslegung zur Monatslosung von Fritz Kreutzke:

Monatslosung Juli 2020:

Gedanken zum Juli:

 

Da liegt er, der Mann Gottes, Elia. Müde, zerknirscht.  Alle seine Zeit und Kraft hatte er dafür verwandt, das von Gott weggelaufene Volk, zu Gott zurückzubringen. Vergeblich. Nun lag er unter einem kaum Schatten spendenden Ginsterbusch. Er klagt Gott sein Leid und meint er sei unfähig für seine Aufgabe.

Was war passiert? Warum liegt er hier in der Wüste? Es ist doch unmöglich hier, ohne Wasser, ohne Brot, zu leben.

Er lebte in einer Zeit, in der König Ahab regierte. Von Ahab wird berichtet, dass unter seiner Herrschaft mehr gesündigt wurde, als unter allen anderen Königen. Er war keinesfalls der Einzige, der gegen Gottes Gebot in 2. Mose, Kapitel 34,16 verstoßen hatte. Dort hatte Gott gewarnt: Tut euch nicht zusammen mit Partnern aus anderen Völkern, die andere Götter anbeten. Sie werden euch vom wahren Glauben abbringen. Ahab hatte Isebel geheiratet. Sie war im Baalsglauben aufgewachsen. Er war ein schwacher König. So konnte Isebel ihre Machtansprüche durchsetzen. Ihr wichtigstes Anliegen war, das Volk von Gott weg, zu Baal zu führen. Elia warnte das Volk und darum hasste sie ihn. Am Berg Karmel kommt es zum „Gottesbeweis“. Auf den Altären wird Holz aufgestapelt. Die Baalspriester rufen ihren Götzen an. Er solle doch Feuer senden um den Stapel zu verbrennen. So laut sie auch rufen, es geschieht nichts.Dann wird der Stapel des Elia sogar noch mit Wasser getränkt. Er bittet Gott um Feuer. Der Stapel wird trotz Nässe vom Feuer Gottes verzehrt. Da ist das Volkvon der Größe des allmächtigen Gottes überzeugt. Es war, so würden wir heute sagen, nur Begeisterung. Ihre Hinkehr zu Gott war nicht von Dauer.

Liebe Gemeinde.

 Begeisterung hilft nicht zum ewigen Leben. In der Bibel lese ich: Die ihr glaubt und getauft seid, habt das ewige Leben.

Lasst euch nicht verführen.

Unsere Geschichte sagt weiter, Elia tötete die Baalspriester.

Der König schritt nicht ein, erzählte aber das Erlebte seiner Frau Isebel. Die ließ dem Elia sofort eine Botschaft überbringen mit dem Inhalt: Du wirst morgen erleiden, was du heute meinen Priestern angetan hast. Morgen! Diese Frist nutzte Elia zur Flucht in die Wüste. Es war der einzige Ort, wo er vor den Häschern der Isebel sicher sein konnte. Wirklich der einzige Ort? Nein und abermals nein! Er war von Gott nicht verlassen! Das können wir aus dem Bericht lernen. Hatte Gott sich schon mit dem Feuer bewiesen, zeigt Gott auch hier seine Liebe und Fürsorge. Da, wo kein Leben möglich war, gibt er Speise. Am Verhalten des Elia können wir uns nicht messen. Er hatte alles versucht, um die Menschen zurück zu Gott zu bringen. Da war kein Versagen. Wir müssen zugeben, dass wir in unserem Leben immer wieder versagen. Aber!! Gottes Liebe ist so groß, dass Er uns keinesfalls aufgibt. Wir dürfen mit unserem Leben, so wie es ist, zu Ihm kommen.

Glauben hilft.

Da liegt er, der Mann Gottes, Elia.  So habe ich begonnen. Er erhält die kräftende Speise „ von oben“! Das darfst auch du erfahren. Vertraue dich dem Heiland an, gehe mit Ihm deinen Weg und du wirst staunen, wie wunderbar Seine Kräfte in dir wirksam werden. Elia bekam die Kraft, obwohl er verzweifelt und kraftlos war, 40 Tage und Nächte bis zum Berg Horeb zu laufen. Warum der Horeb? Dort hatte Gott den Bund mit dem Volk Israel geschlossen. Dort wollte er die Nähe Gottes suchen. Das war ihm lebenswichtig. Und du, lieber Mensch, wo suchst du dir Hilfe? Wo suchst du Geborgenheit und Trost?  Sei gewiss. Hast du ein bußfertiges Herz, darfst du kommen wie du bist. Gott hat dich lieb. Schon immer.

 

Für die Auslegung verantwortlich:

Fritz Kreutzke, Ettenbeuren