Auslegung zur Monatslosung von Fritz Kreutzke:

Monatslosung Dezember 2020:

Für den Monat Dezember ist uns ein Wort aus Jesaja 58 Vers 7 gegebenEs lautet:
Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe sie
ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht
deinem Fleisch und Blut.
In meiner Jubiläumsbibel ist als Überschrift über den ersten Teil dieses Kapitels
58 geschrieben: „ Strafrede über die Scheinheiligkeit“. Eine nachfolgende
Erklärung sieht im Kapitel den „ Pharisäerspiegel“. Selbstgerechte Leute, die
nur auf den Gewinn ausgerichtet sind und ihre Arbeiter dabei schlecht
behandeln.
Ab Vers 6 stellt Jesaja den Segen des wirklichen Gottesdienstes heraus. Ich
möchte sagen: Tu deine Augen auf, oder noch besser, tu dein Herz auf! Lasse
dir vom Herrn Jesus den richtigen Blickwinkel schenken. Er lenkt deinen Blick
nicht nur auf die Not vieler Menschen, Er lenkt den Blick auf dich ganz
persönlich.
Die wunderbare Gnade Gottes gibt dir Nahrung, gibt dein Auskommen, erhält
dir den inneren und äußeren Frieden, gibt dir die Lebenskraft und die
Geborgenheit. Viel mehr noch, was ich hier nun nicht aufzähle. Aber meine
Frage bleibt bestehen: Hast du auch schon dafür gedankt?
Meinst du, alle diese Segnungen sind doch selbstverständlich, das ist doch all
das, was ich mir selbst erarbeitet habe? Das habe ich meiner eigenen Kraft und
Intelligenz zu verdanken. Ich sage dir: Auch diese Kraft und Intelligenz bekamst
du von Gott. Er ist der Geber aller Gaben. Du magst das Verneinen. Doch es
bleibt dabei. Gott hat dich so lieb und rüstet dich aus. Ja, Gottes Gnade ist es,
die dich so beschenkt. Sei ehrlich! Siehst du Gottes Liebe zu dir? Das macht dich
gütig, weitsichtig, liebevoll und lässt Dich mit Freude den Dienst an und für
Bedürftige tun. Darf ich das so sagen? Da geht auch der Geldbeutel leichter auf.
War zum Anfang die Rede vom gesegneten Gottesdienst, so ist nicht der
Kirchgang gemeint. Es geht um die Weitergabe der Liebe Gottes und die
Achtung vor den Menschen, der Schöpfung Gottes. Tue Gutes wo du kannst.
Tue es aus einem gesegneten Herzen heraus. Du wirst erleben, wie der Herr
dich segnet.
Ich kann mich für den Dezember nicht nur auf den vorgegebenen Text
beschränken. Es drängt mich an die Adventssonntage und an Weihnachten zu
erinnern. Da fällt mir eines meiner Tagebücher „ins Auge“. 7.12. 1986,
1. Advent. Hebräer 13.6. Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten.
Alle Tage, so lese ich, nun solch ein ermunterndes Wort. Es ist ja die ganze Zeit,
diese Adventszeit, eine Vorbereitungs- und Freudenzeit, die uns ermuntern will,
auf den Heiland zu schauen. Er, der in die Welt kam um uns zu retten, um uns
seine Hilfe anzubieten und Gottes Liebe zu offenbaren.
Am 14.12.86 lese ich dann ein Wort aus Johannes: Nach mir kommt ein Mann,
welcher vor mir gewesen ist.
Nein, keine Bange. Ich zitiere nicht weiter aus dem Tagebuch. Ich kann aber
nicht verbergen, wie mich auch heute diese Worte aus der Bibel bewegen. Wir
leben in einer Welt und Zeit mit vielen unguten Ereignissen. Da sagt Gott/Jesus
mitten in diese vielfach dunkle Welt hinein: Fürchte dich nicht…ich habe die
Welt überwunden. Das spricht er ganz persönlich zu dir und zu mir. Ich bin ja in
die Welt gekommen, um dir zu helfen. Ich liebe dich. Sage nicht: „ Ich bin das
nicht wert“. Ich, Jesus, habe für deine Sünden gebüßt. Da bin ich ja schon bei
Ostern.
Ungewollt?
Nein! Mit der Geburt des Heilandes begann das, für uns wunderbare,
Geschehen der Erlösung von unseren Sünden. Da wurde die Liebe Gottes zu
uns Menschen sichtbar. Da klingt bei Johannes die Allmacht Jesu auf. Er war vor
mir! Nein, er ist nicht vor Jesus geboren. Nein, da wird der Schöpfer offenbar.
Ist das nicht Grund zur Freude? Der Schöpfer selber spricht zu uns: „Freuet
euch, euch ist heute der Heiland geboren. Advent! Freudenzeit,
Vorbereitungszeit. Ich möchte hinzufügen: Begreifungs- und Ergreifungszeit.
Denke über diese Worte nach. Lass dich nicht von der allgemeinen Kauflaune in
den Bann ziehen. Lass dich lieber in die himmlische Freude ziehen, die dir am
Ende die Ewigkeit beschert. Eine gesegnete Zeit wünscht Dir und Euch

Euer „Fritz“

 

Für die Auslegung verantwortlich:

Fritz Kreutzke, Ettenbeuren