von Fritz Kreutzke
Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es
in Fülle haben.
Johannes 10,10
Das ist der Text des Monatsspruches für den Monat August 2026
(Das ganze Kapitel 10 steht unter der Überschrift: Die Hirtenrede Jesu am
Laubhüttenfest)
Es ist Herbst, als die Gemeinde das Laubhüttenfest (sukkot) feiert.
Wie ich auf diese Jahreszeit komme?
Im 3. Buch Mose, in dem Gott dem Mose viele Verhaltensregeln für das Leben
gibt, legt Gott auch die Anzahl der durchzuführenden Feste, die Namen der
Feste, die Anlässe und die Zeitdauer der Feierlichkeiten, fest. Wir können im
Kapitel 23 des Mose-Buches, darüber nachlesen.
Das Wissenswerte zum Laubhüttenfest finden wir dort ab Vers 33.
Ich lese die angegebene Bibelstelle, mehrmals. Meine Gedanken kreisen um die
Worte, die dort zu lesen sind. Geht es da auch um unseren Kalender, der auch
mit der Grundlage von sieben Tagen arbeitet? Damals wohl nicht. Als Gott, der
Herr, damals diese Anweisungen erließ, war es der Anstoß, für einen Blick in
die Vergangenheit. Es war der Ruf Gottes an das Volk, sich an die Fronarbeit
des Volkes Gottes in Ägypten zu erinnern. Es war der Ruf Gottes, sich an die
wunderbare, oft auch unsäglich schwere, vierzigjährige Wanderung, durch die
Widrigkeiten der Wüsten zu erinnern. Es war der Ruf, daran zu denken, wie
Gott in seiner Liebe dem Volk, trotz allem Murren, immer wieder geholfen
hatte. In Mose 2,17 wird auch an Moses und Aarons Fehlverhalten am Felsen,
der Wasser geben sollte, gedacht.
Gemäß der von Gott gegebenen Festordnung, feiert das Volk das Fest. Johannes
berichtet darüber. Wichtig ist ihm die Festansprache des Herrn. Wieso geht
unser Herr Jesus hier, bei der Feier des Laubhüttenfestes, auf die besondere
Bedeutung dieses Festes ein? Das liegt doch so weit zurück im Alten
Testament. Ja, das ist ja eben das Wichtige. Es droht der Erinnerungsverlust an
das Erlebte, an die unvergleichliche Führung des Volkes durch Gott. Das
Wachhalten der Erinnerung führt doch zum Dank. Führte der erreichte
Wohlstand des Volkes (eine gute Ernte wurde eingebracht) nur zur
Anerkennung eigener Leistung? Es ist traurig, denn eine derartige
Lebensauffassung, hat sich bis heute erhalten. Brennt der Dank an Gott auf
kleiner Flamme oder ist er gar ganz erloschen? Geht der Dank ganz unter, in der
Fröhlichkeit des Festes und überhaupt im Leben?
Nochmals einige Worte zum Fest. Etwas durfte ich ja schon vorab schreiben.
Es war das Fest des fröhlichsten Dankes für den Erntesegen und zugleich das
volkstümlichste, das in Israel gefeiert wurde. (Auszug Jubb)
Jesus war zum Fest geladen und hat der Einladung Folge geleistet. Wo wollte er
auch anders sein, wenn es um die Gnade Gottes, um den Dank für die Fülle der
Gnadengaben, um Gottes überfließende Liebe geht?
Erwartungsvoll hat sich das Volk gelagert. Sie kennen die klaren Hinweise des
Herrn. Natürlich wird er den Dank an Gottes Güte und den Dank an Ihn in den
Mittelpunkt seiner Festrede stellen und das Volk aufrufen, einzustimmen.
Johannes ist ein guter Protokollant. Er gibt haargenau wieder, was der Herr
sagt. Erinnern wir uns an die Aussage in Kapitel 13,23. Es war der Jünger, den
Jesus besonders liebte. Ihm war in ganz besonderer Weise das Verständnis der
Worte Jesu zugeflossen.
In der damaligen Zeit war das Leben des Volkes durch die Landwirtschaft
geprägt. Fast jede Familie besaß Schafe. So benutzte Jesus in seiner Rede, das
bekannte Verhalten dieser Tiere. Die Schafe kannten ihren Stall genau. Sie
wussten, da sind wir geschützt, da bekommen wir unser Futter, unabhängig von
der Jahreszeit.
Wie viel mehr bietet Gottes Güte. Sie bietet Barmherzigkeit und Liebe,
Sicherheit und bewahrte Lebensführung, sogar ewiges Leben.
Harte Prüfungen sind nicht ausgeschlossen, doch Gott führt auch darin.
Jesus zeigt noch eine weitere Variante. Tagsüber wurden die Tiere durch die
Hirten gehütet. Nachts, also in der Dunkelheit, war durch die eingeschränkte
Sicht, die Sicherheit für die Tiere nicht mehr gegeben. So wurden die Schafe in
einen Kraal geführt. Ein durch Mauern oder/und Dornen geschützter Platz,
meist für alle Tiere des Dorfes, ohne jede Abgrenzung. Jeder Hirte hatte seinen
Tieren einen Lockruf eingeprägt und nur auf diesen, besonderen Klang der
Stimme, folgten und gehorchten sie „ihrem“ Hirten. So war es kein Problem,
morgens die Herden dem rechten Hirten zuzuordnen. Das war jedem im Volk
bekannt und geläufig. Dieses Verhalten der Tiere nimmt Jesus jetzt als
Grundlage für seine Festrede.
Doch Jesus stimmt nicht gleich in den Dank ein, wie das Volk es erwartete. Er
zeigt eine Teilung (oder darf ich sagen, eine Gemeinheit) im Volk auf. Er hatte
in seiner Erdenzeit, auch in seiner Lehrzeit, viel erlebt. Dazu gehört auch, wie
er gemerkt hatte, dass Bessergestellte sich Mehreinnahmen durch Betrug
verschafften. Beteiligt waren da auch die Pharisäer und Schriftgelehrten. Jesus
bezeichnet sie als solche, die ihre eigene Ehre suchen und das Volk in
selbstsüchtiger Weise ausbeuten. Es hatte sich dieses gemeine Verhalten vor
Jesu Zeit „eingebürgert“ und es hatte sich auch weiter so erhalten. Ist das der
Wille Gottes? Jesus geht darauf ein und sagt in Vers 8: Alle die vor mir kamen,
sind Diebe und Räuber! (Darin steckt die Feststellung: Sie haben mit ihrem
gemeinen Verhalten auch jetzt noch nicht nachgelassen).
Jesus sagte im Vers 8 aber auch, dass es Menschen mit festem Glauben gab, die
den Verlockungen schlechter Menschen nicht folgten.
Der Herr vergleicht anschließend den Kraal mit einem Raum, in dem er, Jesus,
sich aufhält. In diesen Raum bekommt nur Zugang, (siehe Vers 9), wer mit
ganzem Herzen an Jesus und sein stellvertretendes Leiden glaubt.
Vers 9: Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig
werden. (gekürzt)
Er weist auf den eindeutigen Unterschied zwischen dem Verhalten der nicht-an
ihn-Glaubenden und der in-Ihm-Geborgenen hin. Erhärtet wird die
Zugehörigkeits-Sicht dann noch durch den Hinweis auf das Verhalten der Tiere.
Nur dem guten Hirten zugehörige Tiere, folgen ihm.
Es bleibt nicht bei dieser Feststellung. Jesus dehnt sein Versprechen noch viel
weiter aus. Damit sind wir bei den Worten, die uns die Monatslosung vorgibt
und die Er unbedingt seinen Zuhörern sagen will.
Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.
Jesus macht den Zuhörern klar, ich möchte hier nicht eine hervorragende Rede
halten. Nein. Ich will euch ein festes Versprechen geben. In diesem Versprechen
ist seine ganze Liebe zu finden.
Es war seine feste Absicht in die Welt in menschlicher Gestalt zu kommen, so
sagt der Herr. Die Liebe des Vaters im Himmel zu den Menschen, hatte ihn
veranlasst, den schweren Gang nach Golgatha auf sich zu nehmen. Schwer zum
Einen, durch das unsägliche Leid und den Schmerz den er, Jesus, ertragen
musste. Schwer zum Anderen, da er die Sünde der ganzen Menschheit auf sich
nahm, um sie durch die Hingabe seines Lebens zu sühnen. Unser Vater im
Himmel hat sich die Hingabe seines Sohnes abgerungen. Es war der einzige
Weg, das einzig mögliche Opfer, zur Versöhnung der Menschheit mit Gott.
Ebendarum liebt ihn sein Vater und hat ihm die Vollmacht gegeben , das für uns
aufgeopferte Leben in der Auferstehung wieder zu gewinnen. (Auszug Jubb)
Damit, so unterstreicht Jesus, hat er uns auch das Leben gegeben. Unser
tägliches Leben ist hier nicht gemeint. Ohne Frage, das gibt er uns auch und
dafür danken wir ihm aus ganzem Herzen Tag für Tag.
Jesus gibt uns, er sagt es ganz ernst und mit aller Kraft und Wahrheit, das
ewige Leben. Ich habe eben schreiben dürfen „uns“. Ja, das gilt uns auch heute
und nicht nur den damals dort gelagerten Zuhörern. Er ,Jesus, betont: Diese
Zusage (dieses Gebot) habe ich vom Vater! Vom Vater besagt:
Er schaut auf euch (auf Dich) und umsorgt dich und gibt dir volle Genüge.
Wer nun diese Ausarbeitung liest, merkt, dass ich mich nicht nur an den kurzen
Losungstext gehalten habe. Es liegt soviel in der Ansprache unseres Herrn, dass
ich näher auf die Predigt des Herrn eingehen musste.
So nun auch zum Schluss auf die Verse 19 bis 21.
Es war nicht nur, wie wir in der Apostelgeschichte,
Kap 4,18 ff und auch im Kap 5 nachlesen können, es bestand Neid und Hass
gegenüber dem Herrn.
So bezichtigten Widersacher ihn sogar, ein Werkzeug des Satans zu sein, was
heftige Gegenworte hervorrief.
Nun stell dir vor, du bist einer derjenigen, die die Worte Jesu genau gehört haben.
Du überlegst, du wägst ab. Du hast Dir dein Leben so wunderbar eingerichtet
und das klappt alles so gut, ohne Gott Dank und Ehre zu geben.
Dagegen stehen die festen Zusagen Jesu.
Bewahrung, Hilfe in der Not und sogar ewiges Leben. Darauf noch ein Leben
in Fülle.
Es bleibt kein Fragezeichen. Die bildliche Darstellung des Herrn, allen bekannt,
räumt alle Zweifel weg. Bei Jesus ist Rettung, Er hat deine Sünde auf sich
genommen, du bist frei von der Last der Sünde.
Ein „sich zum Heiland halten“, ist nicht zu übertreffen, ist Sicherheit pur und
eine gewisse Leitung durch das und in das Leben.
Fällt Dir die Entscheidung für deinen Lebenslauf so schwer?
Ich habe mich für ein Leben für und mit Jesus entschieden und darf seit 1960
erleben, mit wieviel Liebe und Bewahrung Jesus mich durch mein Leben
getragen hat und trägt.
Diese große Liebe bot der Herr nicht nur damals zum Laubhüttenfest seinen
Zuhörern an. Es gilt ohne den kleinsten Abstrich auch heute noch für Dich und
mich. Habe Mut. Traue Dich dem heiligen Sohn des ewigen Gottes an. Du
wirst staunen, wie dein Leben sich verändert. Nein, nicht zu Deinem Nachteil.
Freude und Frieden zieht in Deine Zentrale (Herz) und du erlebst Liebe und,
wie Jesus auch hier in seiner Predigt anmahnt, Dank.
Dank für dein neues Leben in Familie und Umfeld.
Es grüßt von Herzen:
Euer, in Jesus geborgener und fröhlicher,
Fritz Kreutzke senior(96)