Auslegung zur Monatslosung

Auslegung zum Monatsspruch für Juli 2024 von Fritz Kreutzke:

Du sollst dich nicht der Mehrheit anschließen, wenn sie
im Unrecht ist. 2. Mose 23,2

So lautet die Losung für den Monat Juli.
Hatten wir im Juni von der wunderbaren Errettung des Volkes
Gottes, durch Gottes starken Arm gelesen (2.Mose 14,20),
erfahren wir nun etwas, von der Weiterführung des Volkes durch
die Wüste. Das Wort, dass uns vorgegeben ist, ist aus dieser
Folgezeit genommen.
Die Wüstenwanderung.
Gott hatte sein Volk in die Wüste Sur geleitet. Das sie durch diese
öde Wüste geführt würden, wurde ja schon im
Kapitel 13, Vers 17 angekündigt.
Wüste ist für uns der Begriff einer wasserlosen Landschaft. Nun
gut. Es gibt einige Wasserstellen, die sogenannten Oasen.
Abgesehen davon, dass nur die „Einheimischen“ die Wege zu
diesen Oasen kannten, wären diese Wasserstellen für das riesige
Volk Gottes und ihr Vieh, ungeeignet gewesen.
Ich las, dass gerade diese Wüste, ohne jedwede Vegetation war und aus Geröll und Steinen
bestand.
Aber der Mensch braucht Wasser und kann ohne Wasser nicht
überleben.
In einer Fernsehsendung, die ich kürzlich sah, wurde gefragt:
Wieviel Wasser muss der Mensch in der Wüste trinken um zu
überleben? Ein erfahrener Wüstenwanderer sagte, 10 Liter.
Mose führt das Volk.
Drei volle Tage ist das Volk nun schon in dieser unwirtlichen
Wüste unterwegs. Die mitgeführten Vorräte sind aufgebraucht.
Wir verstehen, dass das Volk murrt. Sie wandern bei glühender
Hitze. Nicht nur der Weg kostet Kraft. Der Durst plagt.
Sie finden den Ort Mara.
Dieser Ort hat eine Quelle. Endlich Wasser. Aber was ist das? Das
Wasser ist bitter und lässt sich nicht trinken. Mara heißt übersetzt
Bitter. (Ich werde an das Buch Ruth erinnert.)
Die Angst macht sich breit. Hat Gott uns etwa verlassen? Hat er
Mose fehlgeleitet? Sind wir jetzt alle verloren?
Haben sie vergessen, was Gott in Kapitel 6 Vers 7 sagt?
Ihr seid mein Volk und ich bin euer Gott.
Würde Gott sein Volk sterben lassen? Nein, niemals!
Wie ist das mit dir?
Bist du in einer Lebenslage, aus der du keinen Ausweg siehst?
Es gibt einen Ausweg!
In Kapitel 15 Vers 25 rief Mose den Herrn an und der Herr erhörte
ihn und gab ihm eine Lösung.
Er zeigte ihm ein Stück Holz. Er sollte dieses Holz in das Wasser
werfen. Er tat es und das Wasser wurde trinkbar. Das war die
Rettung für das Volk.
Das ist, was wir im AT lesen.
Im NT hat Gott nicht das Wasser für unsere Rettung gegeben.
Seine Liebe zu uns ist so groß, dass er seinen einzigen Sohn an
das Holz schlagen lies, um unsere Schuld zu begleichen. Sein
kostbares Blut floss für unsere Sünde. Das ist der Ausweg, das ist
deine und meine Rettung. Du darfst sie in Anspruch nehmen.
In Mara gab Gott dem Volk Richtlinien und Gesetze. (15, 25)
Sie zogen weiter und kamen nach Elim. Dort gab es 12 Quellen
und 70 Palmen. Durch die Wüste Sin kamen sie nach Refidim.
Dort gab es wieder kein Wasser…und das Volk murrte erneut.
Vergaßen sie so schnell, dass sie bei Gott Hilfe finden? Endlich
erreichen sie die Wüste und den Berg Sinai.
Im Kapitel 19 wird beschrieben, wie das Volk auf die Gabe der 10
Gebote vorbereitet wird. Gott kennt sein Volk und hat auch sein
Murren und die Unzufriedenheit nicht vergessen. Es ist auch das
gegenseitige Verhalten im Volk ungut.
Dann ist es soweit.
Im Kapitel 20 verkündet Gott selbst die Gebote.
Es ist das Grundgesetz, in das die Summe des göttlichen Willens
für Israel zusammengefasst ist. (Zitat: Jubbibel zu Kapitel 20,1)

Ich hatte geschrieben, „Gott kennt sein Volk“. Es bleibt nicht bei
den 10 Geboten. In den folgende Kapiteln, so empfinde oder verstehe ich
das, werden Ausführungsbestimmungen erlassen.
Damit sind wir bei unserem Wort für den Monat Juli.
Du sollst dich nicht der Mehrheit anschließen, wenn sie im
Unrecht ist. 2. Mose Kapitel 23,2.
Ich möchte die Neues-Leben-Bibel zitieren. Dazu möchte ich die
ersten drei Verse des Kapitels 23 hier wiedergeben. Unser
Monatsspruch ist dann damit eingebunden.
Vers 1. Verbreitet keine Gerüchte. Macht keine falschen
Zeugenaussagen für einen Menschen, der Böses getan hat.
Vers 2. Schließt euch nicht der Mehrheit an, wenn sie Böses plant.
Wenn ihr im Zeugenstand steht, verdreht nicht das Recht, weil ihr
euch von der Meinung der Mehrheit beirren lasst.
Vers 3. Begünstigt in einem Rechtsstreit niemand, nur weil er arm ist.
Beim Lesen dieser Verse kommt man nicht umhin, über die
Verhältnisse im Volk nachzudenken. Gott ist allmächtig und
allgegenwärtig. Er hatte allen Grund diese Mahnungen
auszusprechen. Ich sehe und verstehe diese Aufforderungen nicht
nur als Mahnungen. Ich spüre auch die Liebe Gottes darin. Seine
Sorge um sein Volk. Das Angebot der Hilfe, die bei Ihm zu finden ist.
Sind wir in solche Streitigkeiten geraten, dürfen wir Ihm im Gebet
alles sagen und wir werden die gute Hilfe und den guten Rat
erhalten. In unseren Augen ist das vielleicht nicht das Optimum in
unserer Beurteilung. Wir hatten uns einen anderen Weg erhofft.
Aber Eines muss uns klar sein. Der Weitblick unseres Herrn ist,
wenn wir darauf eingehen, das wahre Optimum und bietet uns die
richtige Lösung unseres Problems.
Die Jubiläumsbibel bringt folgende Erläuterung zu diesen Versen:
Die Verse sind eine Erläuterung zum achten Gebot und schärfen
die Pflicht der Wahrhaftigkeit gegenüber aller Lüge und
Rechtsverdrehung ein. Weder lügenhafte Gerüchte, noch
Freundschaft mit einem Gottlosen, noch die Furcht vor dem
Geschrei der Menge, noch falsches Mitleid, darf den Zeugen zum
Abweichen von der Wahrheit bringen.
Ein ernster Aufruf unseres Herrn und Gottes, ist uns hier in diesem
Vers gegeben. Übersehen wir nicht das liebevolle Angebot der
Hilfe.
Ich wünsche Ihnen Allen ein offenes Herz für Jesus und das feste
Vertrauen in Seine Führung

Ihr/Euer/Dein Fritz Kreutzke(94)

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