von Fritz Kreutzke
Geht es dir nicht auch so? Das Jahr 2025 hat kaum angefangen und wir schreiben
schon wieder Januar 2026. Ja, das Alte ist Vergangenheit, vielleicht sind es gute oder
auch nicht so gute Erinnerungen. Ist es da nicht sehr tröstlich, was Gott uns in der
Jahreslosung zuspricht?
Siehe, ich mache alles neu. Offenbarung,21,5
So lautet die Losung für das Jahr 2026
Wandern unsere Gedanken aber nicht doch durch das vergangene Jahr? Was haben
wir erlebt? Beim Lesen der ersten Verse des 21ten Kapitels, kommt mir eine
persönliche Frage in den Sinn.
Wie gestaltest du dein Leben? Ist dir bewußt, dass es nicht so ist, wie es im Umfeld
leichtfertig gesagt wird.
Was sagt man dort so unbedacht?
Nach dem Tod ist sowieso alles aus! Dem ist nicht so!
Mancher zieht aus der Volksmeinung den Schluss: Ich gestalte mein Leben so, wie
mir das passt. Bist du der Meinung, für mich war Gott ja gar nicht existent, dann irrst
du wieder, denn auch dem ist nicht so!
Der Mensch mag denken, sein Erdenleben bleibt ohne Folgen. Dazu möchte ich den
Blick auf das Kapitel 20, Vers 12 lenken. Dort steht ein ganz markanter Satz.
Jeder Mensch wird vor Gott stehen müssen und Rechenschaft über sein Leben
abgeben müssen.
An dieser Aussage gibt es nichts zu rütteln.
Der vorher geschriebene Satz, begann mit Jeder. Da steht gar nicht, ich hatte mit Gott
doch nichts zu tun, ich wollte das auch gar nicht. Auch für dich ist dieses Wort von
Gott gesagt und du wirst vor ihn treten müssen.
Gott wäre nicht Gott, wenn er, in seiner großen Liebe zu den Menschen, keinen
Rettungsweg geschaffen hätte. Nicht nur dass er unserer erlittenen Leiden gedenkt
und Abhilfe garantiert(Vers 4), nein, er schafft etwas ganz Neues und will uns seinen
ewigen Beistand geben.
Wir leben in einer Zeit und Welt, in der Hass und Leid zunehmen und die Menschen
verrohen. Wie sehr wünschen sich die Völker Ruhe und Frieden.
Gott hat die Welt und uns erschaffen und wir lesen auch in unserer Bibelstelle, von
der neuen Stadt Jerusalem. In der heutigen Zeit, klingt das utopisch. Aber Gott ist
kein Utopist. Er ist die Wahrheit, eine Wahrheit voller Liebe und was er sagt, das
geschieht(Lukas 1,37) Blickt der Mensch auf die jetzige Welt, kann und will er die
wunderbare Zusage Gottes nicht glauben. Blickt er auf Gott, den Allmächtigen und
glaubt ihm, erfüllt ihn eine Sehnsucht nach dem, was Gott bereiten wird. Dazu sagt
Jesus, der Sohn Gottes, in Johannes 14,2: Es sind die Wohnungen schon bereitet, für
die, die von ganzem Herzen (innerlich(Jbl)) an ihn glauben. Möchtest du dein Leben
mit Jesus gestalten, dann darfst du vom Glauben zum Schauen kommen. Ein
bewahrtes Leben ist dir zugesagt, wenn du dich hier schon zu Jesus hältst. Diese
Erkenntnis und diese Sehnsucht nach der herrlichen, für die Gläubigen zugesagten,
Stadt, fasste der Liederdichter Meyfahrt, schon 1626 in Lied und Wort: Jerusalem, du
hochgebaute Stadt, wollt Gott ich wär` in dir. EG 150, Gl 718.
Gottes Segen und seine Bewahrung durch das und für das Neue Jahr.
Ihr Lieben
Die Monatslosung vom Januar schließt sich in gewisser Weise an die
Jahreslosung 2026 an. Die Herrnhuter Brüdergemeinde zog für den Januar,
einen Vers aus dem 5. Buch Mose.
Es ist der Vers 5 aus dem 6. Kapitel und lautet:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele
und mit ganzer Kraft.
Gott spricht zu Mose und beginnt: Du sollst. Das ist doch eine Befehlsform, an
der es nichts zu deuteln gibt. Wir wissen, dass das Volk Gottes sehr oft gegen
Gott murrte und dabei die vielen guten Gaben Gottes während der
Wüstenwanderung, denke an Wasser aus dem Stein, vergaß. Sind die ersten
zwei Worte also an das damalige, ungehorsame Volk gerichtet? Waren sie etwa
nur damals gültig und gefordert? Diesem Gedankengang setzt Jesus sein Wort
entgegen. Wenn wir im Evangelium Matthäus, im Kapitel 22 den Vers 37 lesen,
finden wir die gleiche Forderung auch von ihm. Als ihn ein Schriftgelehrter
nach dem vornehmsten Gebot Gottes fragte, zitierte Jesus genau den, in Mose
geschriebenen, (unsere Monatslosung) Wortlaut. Jesus konkretisierte den
Wortlaut sogar, indem er im Vers 38 zufügte: Dies ist das vornehmste und
größte Gebot.
Unser Herr bleibt selbst dabei nicht stehen und ergänzt das Gebot durch die
Verse 39+40, in denen es heißt: Das andere aber ist ihm gleich, du sollst
deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.
Alle anderen Gebote und Forderungen der Propheten gründen sich auf diese
beiden Gebote. ( Dieser Satz ist der NLB entnommen)
So ist uns klar, die Worte , die von Gott damals an Mose gegeben wurden,
haben noch heute ihre volle Gültigkeit.
Vier Worte, die sich anschließen, wollen wir auch näher betrachten.
… „den Herrn, deinen Gott“
Es gibt viele Herren in dieser Welt, auch sehr bedeutende.
Über allen Menschen ist und waltet unser allmächtiger Gott.
Schon die Nennung seines Namens geht darauf ein, dass er der einzige Gott ist.
Mögen sich auch manche als Gott bezeichnen, sich so fühlen und so regieren,
vor Gott haben sie keinen Bestand. Er ist nicht einer der vielen Herren dieser
Welt, er ist „der Eine“.
Er ist voller Güte und voller Barmherzigkeit, voller Liebe und kennt seine
Geschöpfe. Also auch dich und mich. Wir dürfen zu ihm kommen mit all`
unseren Anliegen. Er gab sogar seinen einzigen Sohn, Jesus, an das Kreuz, in
den Tod, belastet mit unseren Sünden. Warum? Weil er, Gott, uns so liebt. Du
fragst weiter. Was haben denn unsere Sünden mit Gott und Jesus zu tun? Liebe
Schwester, lieber Bruder, du sollst wissen, dass Gott so heilig ist, dass man ihm
mit Schuld und Sünde nicht nahen kann. Aber, seine Liebe zu uns Menschen ist
und bleibt unverändert. Also muss die trennende Sünde weg. Bedenke, hier geht
es um die Sünde der gesamten Menschheit.
Das kann kein Mensch. Gottes Sohn gehorchte dem Vater und gab sich für uns
hin. Nimmst du das für dich an?
Kannst du sagen: Mein Gott?
Fühlst du, ich kann gar nicht anders,
…ich liebe Gott mit ganzem Herzen.
Oft wird diese Behauptung schnell dahingesagt.
Wenn du überlegst, dass das Herz das Zentralorgan des leiblichen Lebens und
zugleich das Sinnbild für das Zentrum des geistlichen Lebens ist ( ich habe
nachgelesen) , magst du dich wohl fragen, ist meine Aussage wahr?
Beachtest du darüber hinaus noch, dass das Herz der Sitz aller Empfindungen
ist und somit auch das rechte Gebet aus dem Herzen kommt. Weist du um die
Bedeutung deiner Aussage? Ist sie wahr?
Aber du darfst auch um dieses wunderbare Gefühl, welches in deinem Herzen
Raum gewinnt, welches Gottes unbeschreiblich große Liebe in dir spüren lässt,
wissen. Da wird aus dem „du sollst“ ein „ich will mit ganzem Herzen“.
Der Herr spricht noch zwei weitere Dinge an. Er nennt als Nächstes die Seele.
…mit ganzer Seele
Wie bei unserem Herz, ich habe es dort nicht angesprochen, so ist es auch mit
unserer Seele. Gott kennt jeden Menschen ganz genau. So kennt er auch den
Drang des Menschen, sich gar nicht so vollständig Gott/Jesus hinzugeben.
So ein bisschen Privatleben wird doch wohl erlaubt sein? Gott sagt aber von
ganzer Seele und von ganzem Herzen. Nein, dein Privatleben ist nicht
ausgeschlossen. Es verläuft nur ganz anders.
Wie sagt man doch: Wer zu Jesus kommt; und kommen kann Jeder, wird nicht
so bleiben wie er bisher war. Auch ich war früher ein ganz anderer Mensch.
Jesus hat mich umgewandelt, als ich ihm mein Leben übergab. War ich früher
lustig, bin ich heute fröhlich, fröhlich in Jesus. Die Liebe des Herrn, die er in
unser Herz gibt, gibt uns Freude an der Änderung unseres Seins.
Ich las auch über die Seele nach. Im Hebräischen = Hauch!
Ist sie das, was an unserem Lebensende zu Gott flieht?.
Ich las: Trägerin des Lebens, sie macht unseren Organismus zu einem
lebendigen Leben, sie gibt uns unsere Empfindungen, Gefühle und unsere
Gemütsbewegungen und Fähigkeiten.
Wer oder was wären wir ohne die Seele?
Dieses wunderbare Geschenk Gottes/Jesu, bringt uns dazu, unserem Gott zu
danken und ihn
…mit ganzer Kraft zu lieben.
So schreibt Luther. Heute wird übersetzt Vermögen. Nein, natürlich ist hier
nicht dein Geldbeutel gemeint. Es geht hier um das, was du kannst. Also um
deine Kraft. Na, wirst du sagen, da ist nicht mehr viel los, mit meiner Kraft. Da
könnte ich einstimmen, mit meinen in die Nähe kommenden 96 Jahren (so die
der Herr schenkt).
Ich empfinde so: Die jeweils erforderliche Kraft, für die Arbeit in der
Verkündigung und für die Hilfe, die die Menschen benötigen, gibt der Herr.
Gerade bei der Hilfe ist die Nächstenliebe gefordert. Sie ist in die Liebe die wir
erhalten, mit eingebunden. Gott gibt sie in unser Herz und schenkt uns, dass wir
von der Liebe und Barmherzigkeit unseres Herrn weitersagen können und
wollen. Es ist wie ein Fluss. Die Liebe Gottes fließt in uns hinein, sie quillt über
und wir können sie weitergeben.
Kannst du ja sagen, zu einem Leben mit Gott/Jesus?
Ich wünsche es Dir, Euch und Ihnen
Dein/Euer/Ihr
Fritz Kreutzke( Sen)