Auslegung zur Monatslosung

von Fritz Kreutzke

Die Losungen der Brüdergemeine führen uns, in den Monaten Mai und
Juni, in Worte des Hebräerbriefes.
Im Mai sind es Worte aus dem Kapitel 6, Vers 19
Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker
unsrer Seele
Unsere Blicke sind hier auf die Worte des Hebräerbriefes gelenkt.
Wer hat diesen Brief geschrieben? Paulus?
Lange haben die Forscher nach einer stabilen Antwort gesucht. Nein, so
las ich, es ist nicht der Stil und das Format des Paulus. Vielmehr, so
mutmaßte man, weisen die Worte des Briefes auf Apollos hin.
Vor mehr als zehn Jahren, ich durfte die Apostelgeschichte bei den
Senioren in Aschersleben auslegen, wurde mir geschenkt, auch einen Blick
auf Apollos werfen zu dürfen.
Ich möchte diese Worte von damals hier einfügen.
Apostelgeschichte Kapitel 18,Verse 24 bis 26.
Ein ganz neuer Mann taucht auf. Apollos. Er war ein eigenständiger
Missionar. Nicht von Paulus abhängig. Ein von Gott selbst ausgerüsteter
Bote. Begabt von Gott.
Es sind der Gaben auf Erden viel, nur Jesus haben führt uns zum Ziel.
Die Verschiedenheit der Gaben sollten wir erkennen. Sie sind uns zum
Wirken gegeben.
Apollos kam aus der zweitgrößten Stadt des römischen Reiches, aus
Alexandria. Berühmt war die dortige Bibliothek und die dortigen
Bildungsstätten. Er war ein Mann, der Erkenntnisse weitergeben und
erklären konnte. Er kannte sich aber auch sehr gut in der Schrift aus und
hatte darin erkannt, dass Jesus der Messias ist. Diese Erkenntnis
weiterzugeben, dafür brannte sein Herz. Ein kurzer Satz macht uns
aufmerksam. “Er kannte nur die Taufe des Johannes“. Also nur den Ruf
zur Umkehr (Buße). Er kannte aber nicht die Rettung durch Jesu
stellvertretendes Leiden und Sterben, auch nicht, dass er wiederkommen
wird. Der Wiederkunft geht aber die Ausgießung des Heiligen Geistes
voraus. Denken wir an Himmelfahrt. Ich gehe zum Vater, aber ich werde
ihn bitten, dass er euch einen Tröster sendet, nämlich den Heiligen Geist.
Vers 26: Apollos geht auch in die Synagoge. Dort predigt er seiner
Erkenntnis entsprechend. Es hören ihn auch die Eheleute Aquila und
Priszilla kraftvoll in der Synagoge sprechen und merken, dass ihm das
Entscheidende fehlt. Da entscheiden sie sich, ihn zu sich einzuladen. Er
folgt auch der Einladung. Nun finden sie Zeit für ein Gespräch und sie
öffnen ihm den Heilsweg. Zeigen ihm, wie Gott es in Jesus für uns erwirkt
hat, dass wir Zugang zum ewigen Heil haben. Sie können ihm helfen zu
verstehen, dass es nicht genügt alles über Jesus zu wissen, dass es vielmehr
darauf ankommt, Jesus als persönlichen Heiland anzunehmen. (Ein Auszug,
bis dahin)
Soweit zum Schreiber des Briefes.
Unser Bibelvers spricht von der Hoffnung.
Ich hoffe, dass du bald wieder gesund wirst. Na, hoffentlich wird alles gut
gehen. Ich könnte hier wohl die ganze Seite vollschreiben, mit dem, was
wir mit der Hoffnung in unserem Umfeld verbinden.
Ist es das, was Apollos hier meint? Nein!
Es ist nicht verkehrt, wenn wir so über unsere, oder auch über Probleme in
Verwandtschaft oder Bekanntschaft, reden und wir die Worte auch mit
guten Wünschen verbinden und beten.
(Wobei wir unseren Beistand in allen Nöten nicht vergessen sollten)
Ich wiederhole das Nein!
Apollos ist voll erfüllt von dem, was unser Herr Jesus für uns vollbracht
hat. Diese Erkenntnis hat er so verinnerlicht, hat ihn so erfüllt, dass es ihn
dazu treibt, die Heilsbotschaft überall und unbedingt weiterzusagen. Dabei
ist es ihm Anlass, den Juden mit ihrer Ablehnung des Messias, massiv
entgegenzutreten.
Ich erinnere mich an einen alten Verkündiger des Wortes. In seiner Predigt
verglich er das Geschenk der frohen Botschaft mit einem Brunnen. Hat
uns/mich diese Botschaft unserer/meiner Rettung ins Herz getroffen,
können wir das Wort von der Liebe Gottes so weitergeben, als würden wir
aus einem Brunnen schöpfen, der nie versiegt.
Ich verbinde die Hoffnung auch mit dem Begriff „Sehnsucht“ .
Es ist nicht das, wie ich schon schrieb, sehnen nach Gesundheit, usw,.
Natürlich auch.
Hier soll unser Blick viel weiter gehen, soll in eine andere Richtung
gelenkt werden.
Lesen wir doch bitte 3 Verse aus der Offenbarung.
Kapitel 1,Verse 2+18+23.
Ich zitiere aus der NLB.(Neues Leben Bibel)
Vers 2. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus
dem Himmel herabkommen, wie eine schöne Braut, die sich für ihren
Bräutigam geschmückt hat.
Vers 18. …und die Stadt war aus reinem Gold.
Vers 23. Und die Stadt braucht keine Sonne und keinen Mond….,
denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet die Stadt und das Lamm ist ihr
Licht.
Sind wir nicht alle in der Jetztzeit so sehr behaftet, dass wir die Sehnsucht
nach dem, was uns bereitet ist, nicht wahrnehmen?
Haben wir keine Sehnsucht danach? Haben wir keine Freude auf die
gewisse Zukunft? Nehmen wir das, was unser Heiland uns fest zugesagt
hat, gar nicht in unser Bewusstsein auf? Bitte, lasst mich noch das Wort
Jesu dazu, nachzulesen in Johannes 14,2,ff anfügen: Ich zitiere aus dem
NT, Luther 1995: In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn`s
nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die
Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten,
will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich
bin.
Gottes Wort ist wahr und unumstößlich! Glaubst du?
Doch zurück zu unserer Losung.
Ein fester Halt für den Anker unserer Seele!
Mein Vater war Lotse. Das ist ein Mann, der das Fahrwasser zum Hafen
und die vorhandenen Anlegeplätze im Hafen genauestens kennt. Der Lotse
übernimmt praktisch die Aufgabe und die Verantwortung des Kapitäns.
(oder steht ihm bei). Es bleibt nicht aus, dass die Schiffe draußen in der
See warten müssen, bis der Lotse kommt oder der vorgesehene Liegeplatz
im Hafen frei ist.
Die Strömungen in der See, Wind und Wettereinwirkungen erfordern, dass
die Schiffe nicht abdriften. (Ihre Lage verändern und in Gefahr laufen).
Um das zu verhindern, müssen die Schiffe auf Reede (Wartestellung in
der See), wie sagt man so: Den Anker auswerfen. Man,man, von werfen
kann nicht die Rede sein. Der Anker ist so schwer, den kann man nicht
anheben. Darum hängt der auch außen am Schiff und wird mit starken
Ketten zum Grund gelassen.
Meine Gedanken beschäftigen sich mit dem Grund!
Ein fester Grund ist die Voraussetzung, um so ein Schiff zu halten. Wird
der nicht gefunden, rutscht der Anker nur über den Grund und das Schiff
schwebt in Gefahr.
Wie ist das mit uns und unserer Lebensführung?
Dem Apollos ging es ja nicht um die Erklärung seemännischer Begriffe.
Aber er hat hier ein Beispiel gewählt, das die Hebräer (und damit auch
uns) mahnen will, uns nicht nur mit unserer Lebensführung in der
heutigen Zeit zu beschäftigen. Er will, durch die Worte seines Briefes an
die Hebräer, auf das Wichtigste im Leben hinführen. Dieser Brief kann
uns nicht unberührt lassen, er ist auch für uns heute hochaktuell.
Wieso?
Stimmen Sie mit mir darin überein, dass es auch heute heftige Strömungen
gibt, die Menschen anziehen und mitreißen? Mit den herrlichsten
Verlockungen wird Menschen ein wunderbares Leben, Reichtum und
anderes vorgegaukelt. Es ist eigenartig. Menschen hören diese Angebote
und folgen ihnen.
Ich schrieb gerade vom Wichtigsten im Leben.
Mancher mag denken, wenn ich genug Euro habe, ist das meine sichere
Grundlage. Ich denke, darauf bauen viele Menschen. O,K. Das Leben ist
teuer.Vieles wäre hier aufzuzählen. Aber, welche Sicherheit bietet uns das
gut gefüllte Konto? Oder eine Versicherung-eine Lebensversicherung!
Nun, das ist die Überleitung für mich, über das Wichtigste zu schreiben.
Sind wir uns bewusst, dass unserem Leben ein Ende gesetzt ist?
Niemand kann sagen, wann das sein wird. Die Zeit des Endes liegt, Gott
sei Dank, in Gottes Hand. Aber, es ist unausweichlich, dass wir sterben
müssen. Hilft dir dann das Konto? Kannst du dir die Verlängerung der
Lebenszeit erkaufen? Hilft die Versicherung?
Es gibt für uns ein nicht zu übertreffendes Angebot, dass auf der Wahrheit
beruht. (Siehe Vorseite.) Sich dort zu verankern bringt die einzige
Sicherheit im Leben und im Sterben. Das hat Apollos erkannt und für sich
in Anspruch genommen. Das ist der Ankerplatz für die Seele, die bei
unserem Sterben in den Himmel zu Jesus darf.
So du ihm glaubst. … und ich bleibe beim Du

Ich wünsche Dir, dass Du den richtigen Weg erkennst. Sei geführt und
gesegnet vom Herrn.

Euer, nun schon sehr alter, in Jesus geborgener
und fröhlicher, Fritz Kreutzke senior,96
Anfang Februar 2026
Ein Tipp: Lese, oder wenn du kannst, singe: EG 354 oder Gemeinschaftslieder. 350

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